Schulterinstabilität

Ursachen

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Diese ausgeprägte Mobilität wird mit einem gewissen Risiko zur Instabilität bezahlt. Bei Stürzen direkt auf die Schulter oder den abgespreizten Arm oder bei der Ausübung von Sportartenmit Körperkontakt, wie Eishockey oder Handball, zu traumatisch bedingten Schulterluxationen (Auskugelung des Gelenks). Diese Erstluxation der betroffenen Schulter kann zu einer chronischen Instabilität des Gelenks führen. Es kann dann immer wieder, auch ohne ein erneutes (adäquates) Trauma, zur Auskugelung kommen.

Symptome

Das betroffene Gelenk wird subjektiv als instabil empfunden und bestimmte Bewegungen werden vermieden, aus Angst, dass Schulter erneut luxiert.

Therapie

Wenn kein ausgeprägter Knochenschaden vorliegt, wird nach dem akuten Luxationsereignis die Schulter kurzzeitig ruhiggestellt bis die Schmerzen abnehmen und das Gelenk wieder gut mobilisierbar ist. Zeigt die apparative Diagnostik (MRI) nur Weichteilschäden, kann mit vorsichtiger Mobilisation und Kräftigung durch die Physiotherapie begonnen werden. Treten erneute Luxationen auf und hat der Patient weiterhin ein einschränkendes Instabilitätsgefühl, wird die Schulter einer arthroskopischen Stabilisierungsoperation unterzogen. Bei grösseren Knochenschäden an Gelenkpfanne und/oder Oberarmkopf kommen ggf. offene chirurgische Verfahren zum Zuge.